Doppelspalt-Beugung berechnen
Online-Rechner und Formeln für Hauptmaxima beim Doppelspalt
Doppelspalt-Rechner (JavaScript)
Hauptmaxima-Bedingung
Für die Hauptmaxima beim Doppelspalt gilt: d·sin(θ) = m·λ. Berechne damit den Winkel θ oder den Spaltabstand d.
Beispielrechnungen
Beispiel 1: Winkel des 1. Hauptmaximums
Gegeben: d = 0,50 mm, λ = 550 nm, m = 1
Ergebnis: θ ≈ 0,06°
Beispiel 2: Spaltabstand bestimmen
Gegeben: θ = 0,06°, λ = 550 nm, m = 1
Ergebnis: d ≈ 0,50 mm
Beispiel 3: Einfluss von d
Größerer Spaltabstand führt zu kleineren Interferenzwinkeln.
Faustregel: Je größer d, desto enger liegen die Maxima.
Formeln zum Doppelspalt
Beim Doppelspalt entstehen Hauptmaxima, wenn die Gangdifferenz zweier Spalte ein ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge beträgt.
Hauptmaxima
Winkel
Spaltabstand
Gültigkeitsbereich
Hinweis
Beschreibung
Was ist Doppelspalt-Interferenz?
Der Doppelspalt ist eines der klassischsten Experimente der Wellenlehre. Zwei enge, parallel angeordnete Spalte wirken nach dem Huygens-Fresnel-Prinzip wie zwei kohärente Lichtquellen. Das Licht, das aus beiden Spalten austritt, überlagert sich (Interferenz), was zu einer charakteristischen Abfolge von hellen und dunklen Streifen führt. Dieses Muster zeigt eindrucksvoll, dass Licht sich wie eine Welle verhält.
Bedingung für Interferenzmaxima
Zwei Wellen verstärken sich konstruktiv (helle Streifen), wenn ihre Phasendifferenz ein ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge beträgt. Der Gangunterschied zwischen den beiden Spaltstrahlen muss dann erfüllen:
- d – Spaltabstand (Abstand zwischen den zwei Spalten)
- θ – Auslenkungswinkel gegenüber der geraden Richtung
- m – Ordnung des Maximums (m = 0 ist das Zentralmaximum in der Mitte)
- λ – Wellenlänge des Lichts
Im Gegensatz zum Einfachspalt (wo m = 1, 2, 3... die Minima beschreibt) beschreibt die Doppelspalt-Formel die Maxima, einschließlich m = 0 in der Mitte. Die Intensität wird dabei zusätzlich durch die Einhüllende des Einfachspalts moduliert.
Wichtige Unterschiede
| Einfachspalt | Doppelspalt | |
|---|---|---|
| Phänomen | Beugung | Interferenz + Beugung |
| Maxima bei | – | d·sin(θ) = m·λ (m = 0, ±1, ±2, ...) |
| Minima bei | a·sin(θ) = m·λ (m = 1, 2, ...) | Modulation durch Einfachspalt |
| Muster | Breites zentrales Maximum mit vielen schwachen Nebenmaxima | Eng beabstandete Maxima, moduliert durch Beugungseinhüllende |
Anwendungen
- Bestimmung von Wellenlängen durch Vermessung des Interferenzmusters
- Demonstration der Wellennatur von Licht und Materiewellen
- Grundlage für Beugungsgitter, Optische Spektrometer
- Verständnis von Interferenzerscheinungen in der Natur (Schillerfarben, Seifenblasen)
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