Betonmischung Rechner

Betonrezeptur · w/z-Wert · Zementgehalt · Druckfestigkeit · Konsistenzklasse

Betonmischungsrechner


Zieldruckfestigkeit; typisch: C20/25, C25/30, C30/37, C40/50
Zementklinkergehalt und Früh-/Langzeitentwicklung
Bestimmt die Wassermenge im Beton

Formeln & Referenzen

Abrams-Gesetz (w/z → Druckfestigkeit):
f_c = A · f_c0 · 2^(−B·w/z) [MPa]
Vereinfacht: f_c ≈ f_c0 / (1 + 2.5·w/z) oder f_c = k·(f_c0 − f_c0·w/z)
Betonrezeptur (Batch Calculation):
m_Wasser = w/z · m_Zement
m_Zuschlag = m_Beton − m_Zement − m_Wasser − m_Luft
Größtkorn d_max → Wassermenge (DIN 1045-1)
Festlegung über Konsistenzklasse (Slump) und Größtkorn
Mindestzementgehalt (Expositionsklasse):
c_min [kg/m³] nach EN 206 / DIN 1045-1
X0: 160 | XC1: 240 | XC2: 260 | XC3: 280 | XC4: 300 | XS: 320–340 | XF: 300–320

Referenztabelle: Zementfestigkeit
CEM I 32.5 Rf_c28 = 32.5 MPa, frühe Festigkeit: 2d ≥ 10, 7d ≥ 20
CEM I 42.5 Nf_c28 = 42.5 MPa, normal: 2d 10–20, 7d 20–40
CEM I 42.5 Rf_c28 = 42.5 MPa, schnell: 7d ≥ 30
CEM I 52.5 Nf_c28 = 52.5 MPa, hochfest: 2d ≥ 20, 7d ≥ 40
Anwendungsbeispiel (Normalbeton C25/30):
• Zement: 320 kg/m³ (CEM I 42.5 N)
• w/z-Wert: 0.55 → Wasser: 176 L/m³
• Zuschlag: ~1800 kg/m³ (Sand + Kies)
• Druckfestigkeit 28d: ~30 MPa


Technischer Hintergrund

Betonmischungsdesign – Grundlagen

Betonmischungsdesign ist eine Ingenieurdisziplin, die die richtige Mischung von Zement, Wasser, Sand, Kies und eventuellen Zusatzstoffen festlegt, um einen Beton mit gewünschten Eigenschaften zu erzeugen: Festigkeit, Haltbarkeit, Verarbeitbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

w/z-Wert (Water-to-Cement Ratio)

Der w/z-Wert ist das Verhältnis von Wasser zu Zement und ist der wichtigste Parameter für Betonqualität:

  • Niedriger w/z (0.3–0.45): Höhere Festigkeit, bessere Dauerhaftigkeit, aber schlechtere Verarbeitbarkeit
  • Hoher w/z (0.60–0.75): Leichtere Verarbeitung, aber geringere Festigkeit und Dauerhaftigkeit
  • Optimal (0.45–0.60): Kompromiss zwischen Festigkeit und Verarbeitbarkeit
Abrams-Gesetz

Das berühmte Abrams-Gesetz stellt fest, dass die Druckfestigkeit des Betons umgekehrt proportional zum w/z-Wert ist:

f_c = f_c0 / (1 + K·w/z)
wobei K ≈ 2–2.5 je nach Zementsorte
Konsistenzklassen (DIN EN 12350-2)
Klasse Slump [cm] Anwendung
F1 Steif 0–1 Fundamentplattierungen, Betonflächenaggregate (Wurfbeton)
F2 Plastisch 2–4 Straßenbeton, Parkplätze, Industrieböden
F3 Weich 5–9 Säulen, Deckenplatten, Wände (Standard)
F4 Fließend 10–15 Hochbau, Pumpbeton, Oberflächenfinish erforderlich
F5 Sehr fließend 16–20 Spritzbeton, selbstverarbeitender Beton (SCC)
Expositionsklassen (EN 206 / DIN 1045-1)

Die Expositionsklasse beschreibt die Umgebungsbedingungen und bestimmt den Mindestzementgehalt, w/z-Wert und Betondeckung:

  • X0: Keine Korrosion (Innenraum, trocken) → c_min = 160 kg/m³
  • XC: Karbonatisierungskorrosion (Luftfeuchte) → c_min = 240–300 kg/m³
  • XS: Chloridkorrosion (Seewasser) → c_min = 320–340 kg/m³
  • XF: Frost-Tauwechsel → c_min = 300–320 kg/m³ + Luftporenanteil 3–5%
Betondruckfestigkeit Klassifizierung (EN 206 / DIN 1045-1)
Klasse Druckfestigkeit [MPa] Anwendung
C12/15 15–18 Magerbeton, Böschungen, untergeordnete Bauteile
C20/25 25–30 Standard für einfache Bauwerke, Straßen
C25/30 30–37 Standardbeton für Hochbau
C30/37 37–45 Brücken, Parkhäuser, höhere Anforderungen
C40/50 50–60 Hochfestbeton, Tunnelbau, Wasserbauwerke
C50/60 und höher ≥60 Ultra-Hochfestbeton, spezielle Anwendungen
Hinweis: Dies ist eine vereinfachte Berechnung. Für professionelle Betonmischungsdesign nach DIN 1045-1 oder ACI sind zusätzliche Faktoren erforderlich:
• Genaue Zuschlagkurven und Rohdichten
• Chargierungsverhältnisse
• Zugabemengen für Zusatzstoffe (Flugasche, Silikastaub)
• Verarbeitungsverluste
• Temperatureffekte
Konsultieren Sie einen Betonexperten oder Zementlieferanten für endgültige Mischungsdesigns!
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