Induktionsgesetz (Faraday)
\(U_{ind}=N\cdot\frac{d\Phi}{dt}\) – Spannung aus Flussänderung
Berechnung
Kurz-Einweisung
Das Faraday-Gesetz beschreibt, dass eine Änderung des magnetischen Flusses durch eine Spule eine elektrische Spannung erzeugt. Je größer die Windungszahl und je schneller die Flussänderung, desto höher die induzierte Spannung.
Dieser Rechner eignet sich für Vorabschätzungen bei Sensoren, Generatoren, Induktionsanwendungen und Transformator-Prinzipien.
Formeln (MathJax)
Legende
- \(U_{ind}\): induzierte Spannung [V]
- \(N\): Windungszahl der Spule [-]
- \(\Phi\): magnetischer Fluss [Wb]
- \(d\Phi/dt\): zeitliche Flussänderung [Wb/s]
- \(B\): Flussdichte [T], \(A\): Fläche [m²]
Beispiele
Ausführliche Dokumentation & Zusammenfassung
Das Induktionsgesetz ist eine der zentralen Beziehungen der Elektrotechnik. Es verknüpft die zeitliche Änderung des magnetischen Flusses mit einer messbaren elektrischen Spannung. In der Praxis entsteht eine Flussänderung beispielsweise durch bewegte Magnete, wechselnde Ströme in Nachbarwicklungen oder durch eine zeitabhängige Feldstärke in einem Kern.
Für die technische Auslegung ist wichtig: Das Vorzeichen (Lenz-Regel) beschreibt die Richtung der induzierten Spannung und den Gegenwirkungscharakter. Für die Dimensionierung der Beträge wird häufig mit Absolutwerten gerechnet, so wie in diesem Rechner. Bei realen Anwendungen müssen zusätzlich Wicklungswiderstand, Streuinduktivität, Kernverluste, Sättigungseffekte und Frequenzverhalten berücksichtigt werden.
Typische Anwendungen sind Transformatoren, Generatoren, induktive Näherungssensoren, Spulen in Schaltwandlern, kontaktlose Energieübertragung und EMV-Betrachtungen bei schnellen Feldänderungen. Mit diesem Rechner können Sie schnell erkennen, ob eine Zielspannung eher durch mehr Windungen oder durch eine stärkere/schnellere Flussänderung erreicht werden sollte.
Zusammenfassung
- Berechnet Uind, dΦ/dt oder N in drei klaren Modi
- Ideal für Vorbemessung von Spulen- und Induktionsanwendungen
- Zeigt den direkten Zusammenhang zwischen Wicklungszahl und Flussdynamik
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